Umpolungsproblematik
Die Ex-Gay-Bewegung in Deutschland
Die Ex-Gay-Bewegung in Deutschland
In Deutschland gibt es eine handvoll Gruppierungen, die sich offen für die Umpolung Homosexueller einsetzen. Man unterscheidet zum einen Fachverbände des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V., wie beispielsweise „Weißes Kreuz e.V.“ (Verantwortlicher: Rolf Trauernicht) oder „Offensive Junger Christen e.V.“ (OJC) – Kommunität in der Evangelischen Kirche – mit dem „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft“ (DIJG, Verantwortliche: Christl Ruth Vonholdt), auf der anderen Seite evangelikale Bewegungen wie beispielsweise „Wüstenstrom e.V.“ mit deren „Freundschaftsnetzwerk“ (Verantwortliche: Markus Hoffmann, Stefan Schmidt), oder das JASON Ex-Gay Ministry.Auffällig wurde auch das Love-4-You-Seminar der Gemeinschaft der Sieben-Tags-Adventisten.
Sie werden von mehreren Verbänden aus dem evangelikalen Spektrum – Deutsche Evangelische Allianz (DEA), Campus für Christus (CfC) – unterstützt und dienen als Propagandaschmiede für den Umgang mit Homosexuellen in der christlichen Jugendarbeit. Getragen werden sie von homophob-konservativen Christen, die weitgehend der evangelikalen Strömung des Protestantismus, aber teilweise auch erzkonservativen Katholiken zuzuordnen sind. Hier treten häufig die Gendermainstreaming-Kritikerin Gabriele Kuby und einige katholische Bischöfe, etwa der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, als Unterstützer für Umpolungsorganisationen auf.


