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Internationales: Uganda
Im März 2009 kamen amerikanische Vertreter der Anti-Homosexuellenbewegung nach Uganda, um in einer Vielzahl von homosexuellenfeindlichen Seminaren die politische Elite von Uganda gegen Homosexuelle aufzuhetzen. Ein Dozent war Scott Lively, evangelikaler Missionar und Autor von homosexuellenfeindlichen Büchern, wo Homosexuelle auf eine Stufe mit Nationalsozialisten gestellt werden.
Auch mit dabei: Der selbst ernannte „geheilte Homosexuelle“ Caleb Lee Brundidge. Er sieht Homosexualität als Krankheit, die er in Heilungsseminaren behandelt. Ein weiterer wichtiger Repräsentant war Don Schmierer, ein Mitglied von Exodus International. Diese US-amerikanische christliche Ex-Gay-Organisation propagiert, dass Homosexualität eine Fehlentwicklung sei, die durch Gebete und Therapien zur Heterosexualität veränderbar sei. Den ugandischen Zuhörern wurde in Seminaren nahe gebracht, dass Homosexuelle Jugendliche missbrauchen und die Familienwerte zerstören. Die „Homo-Maschinerie“ soll angeblich seinen „Nachwuchs“ in Schulen rekrutieren, übernimmt ein Land nach dem anderen, und alles beginne mit Legalisierung von homosexueller Praktik und Homo-Ehe. Aber Homosexualität sei heilbar. Der Guardian berichtete, dass tausende Unterschriften für ein Anti-Homosexualitäts-Gesetz nach den Veranstaltungen gesammelt wurden.
Einen Monat später wurde ein Entwurf eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes ins Parlament Ugandas eingebracht, der sogar die Todesstrafe auf „schwere Homosexualität“ vorsieht. Der ugandische Minister für Ethik, James Nsabo Butoro, begründete die Pläne laut ZEIT-ONLINE so: "Die Makler der Unmoral verstoßen gegen Gottes Willen und schaden mit Lügen und Täuschungen unserer Gesellschaft."
Die westlichen Staaten waren von dem Vorschlag entsetzt und übten heftige Kritik, drohten sogar mit dem Entzug der Entwicklungshilfe. Einflussreiche US-amerikanische Evangelikale mussten sich auf Druck der Öffentlichkeit scharf distanzieren, sogar der Vatikan sah sich zu einer öffentlichen Distanzierung von so viel Homohass genötigt. Die Gewalt gegen Homosexuelle in Uganda nimmt dennoch seither stetig zu und auch in anderen Ländern Afrikas wird gegen Homosexuelle mobil gemacht.
Mehr Informationen auf den Seiten der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.
Weitere Quellen:
http://www.publiceye.org/publications/globalizing-the-culture-wars/


